Michas Café

Herzlich Willkommen bei Michas mobilem Café!

Der Wagen

Ausbau des Verkaufsanhängers

Ich habe eine Weile nach einem geeigneten Verkaufsanhänger gesucht. Schön sollte er sein, praktisch und so, daß ich ihn nach meinen Vorstellungen einrichten kann. Es gibt solche Wagen. Allerdings nicht zu Preisen, die für mich unerschwinglich sind.

Für einen notorischen Selber-Macher mit ausgeprägten Handwerker-Genen war die Lösung naheliegend…

Eines Tages stand er dann plötzlich bei ebay. Sofortkauf für 100 Euro. Nachteil: nur ein Rad war noch dran. Ich habe 5 Minuten überlegt und ihn unbesehen gekauft. Und dann 2 Jahre nicht nur meine Freizeit diesem Anhänger gewidmet. Das Aufladen auf einen Anhänger und der Transport über 350 km hierher war da noch das Einfachste.

Der Holzboden des Anhängers war teilweise morsch und musste auf den Müll. Ersatzteile für die gebrochen Achse gab es nicht mehr. Bald war klar: Alles oder Nichts. Ich habe mich für „Alles“ entschieden und erst mal alle Einbauten mitsamt der Seitenverkleidungen ausgebaut. Dann den Anhänger an den Deckenbalken meiner Scheune aufgehängt und das alte Fahrgestell mit der Flex herausgetrennt. Die unteren 20 bis 30 cm der Karosserie waren durchgerostet und wurden neu eingeschweißt.

Die Firma Hayer Fahrzeugbau in Enzweihingen fertigte ein neues Fahrgestell nach Maß. Das brachte auch eine höhere Zuladung und bessere Fahreigenschaften. Die Elektrik wurde erneuert und die Innenverkleidung mit neuen Platten wieder hergestellt. Lediglich die Verkleidung der Decke konnte erhalten werden.

Und dann der Innenausbau. Ein wochenlanges Getüftel und Kämpfen um jeden Zentimeter. Inzwischen war klar, dass der Anhänger auch für das Strandleben tauglich sein muss. Neben Espressomaschine, Gewerbespülmaschine und Eisvitrine mussten Pumpen, Filter, Wassertanks und Waschbecken eingebaut werden. Die Hygienevorschriften für »mobile Verkaufsstellen« füllen einen ganzen Ordner und der Umgang mit Crepes und Eis erfordert ja auch peinlichste Sauberkeit. Alles muss gut und schnell zu reinigen sein. Nichts soll beim Fahren verrutschen, auch nicht bei einer Vollbremsung.

Aber irgendwie hat alles geklappt. Irgendwie gab es für alles eine Lösung. Nun gut, ich hatte keinen Kühlschrank mehr in meiner Wohnung, dafür aber gleich zwei in meinem Anhänger.

Und im Juni 2011 war es dann so weit: Ich durfte zum TÜV. Ein neues Fahrgestell macht aus einem alten Anhänger ein Neufahrzeug und so wurde dann beim TÜV aus einem »Westfalia Baujahr 1975« ein »Weber Baujahr 2011«. Ein paar Tage später war der Wagen im Einsatz und ich hatte den bisher besten Verkaufstag meiner »Barista«-Laufbahn.

Anhänger Umbau

 

Anhänger Umbau

 

Anhänger Umbau

 

Anhänger Umbau

 

Anhänger Umbau